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Rotes Höhenvieh

AUF UNSEREM HOF

Rotes Höhenvieh – Vielfalt bewahren, Zukunft gestalten

Mit der Aufgabe der Milchviehhaltung in den 1990er Jahren schlugen wir am Werragut einen neuen Weg ein: die artgerechte Haltung von Mutterkühen. Diese Form der Rinderhaltung ermöglicht es den Tieren, in stabilen Sozialverbänden zu leben – vom Kälbchen über Jungrinder und Bullen bis zur Altkuh. Als besonders naturnah steht dies im Einklang mit unserem Verständnis einer ökologischen, verantwortungsvollen und nachhaltigen Landwirtschaft. Unsere Herde lebt fast ganzjährig auf großzügigen, strukturreichen Weideflächen rund um das Werragut. Dort können die Tiere ihrem natürlichen Verhalten nachgehen und tragen gleichzeitig zur Pflege unserer Kulturlandschaft bei. In den Wintermonaten, können sie am Hof in geschützter und trockener Umgebung ihre Kälber zur Welt bringen und werden mit hofeigenem Futter versorgt.

Eine gefährdete Rasse mit großer Bedeutung

Das Rote Höhenvieh zählt zu den alten, heute selten gewordenen Nutztierrassen weshalb sie auf der Liste bedrohter Nutztierrassen steht. Ihre besondere Robustheit und Genügsamkeit machen sie zu idealen Landschaftspflegerinnen – gerade in den nährstoffärmeren, artenreichen Wiesen unserer Mittelgebirgsregion. Da sie auch kräuter- und strukturreiche Flächen beweiden können, entsteht ein doppelter Mehrwert: Die Erhaltung biologischer Vielfalt wird gefördert, während gleichzeitig qualitativ hochwertige Lebensmittel erzeugt werden. Mit der Haltung dieser seltenen Rinderrasse leisten wir einen aktiven Beitrag zur Erhaltung genetischer Diversität und zur Sicherung landwirtschaftlicher Vielfalt. Das Rote Höhenvieh ist für uns nicht nur Nutztier, sondern auch Kulturgut.

Landschaft bewahren – Lebensräume schützen

Unsere Weideflächen umfassen unter anderem alte Streuobstwiesen, die durch ihren Strukturreichtum und ihre Blühaspekte zahlreichen Tierarten als Rückzugsraum dienen. Baumhöhlen, Heckenstrukturen und vielfältige Vegetation machen sie zu wertvollen Biotopen – und zu idealen Sommerweiden. Auch die Kuhfladen bieten einen vielfältigen Lebensraum, es können bis zu acht verschiedene Insektenarten in einem Fladen leben.

Eine Herde mit Charakter

Durch sorgfältige Zuchtauswahl und einen respektvollen Umgang ist eine ruhige, stabile und widerstandsfähige Tiergruppe entstanden, die gut an unsere regionalen Gegebenheiten angepasst ist. Die Kombination aus Robusthaltung, artenreicher Futtergrundlage und vertrauensvoller Mensch-Tier-Beziehung wirkt sich positiv auf die Gesundheit, das Sozialverhalten innerhalb der Gruppe und die Fleischqualität aus.

Da viele unterschiedliche Menschen mit den Tieren arbeiten – sei es im Rahmen der Sozialen Landwirtschaft oder im Alltag des Hoflebens, ist uns ein achtsamer und tiefreundlicher Ansatz besonders wichtig. Der respektvolle Umgang fördert nicht nur das Wohlbefinden der Tiere, sondern erleichtert auch stressarme Bewegungen innerhalb der Weiden oder zur Schlachtung.

Der nächste Schritt: Hofschlachtung

Unsere Vision ist es, zukünftig die Hofschlachtung als schonendste Form der Schlachtung zu etablieren. Durch kurze Wege und vertraute Umgebung können wir den Stress für unsere Tiere auf ein Minimum reduzieren und gleichzeitig ein Höchstmaß an Fleischqualität sicherstellen. So schließen wir den Kreis einer verantwortungsvollen, regional verankerten Tierhaltung.

Das Fleisch der Tiere kann ab Hof oder auch in unserem Laden „Werra Gutes – Brot & mehr“ in Eschwege gekauft werden.

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